FEZitty fragt in diesem Jahr: „Wie würde deine Stadt aussehen?“ Was würde ein Kind in FEZitty auf diese Frage wohl antworten?
Das Spannende ist ja, dass jedes Kind eine andere Perspektive einbringt und sich das alles mit FEZitty vereinbaren lässt: Für manche ist die Mitbestimmung im Rathaus das Wichtigste und sie möchten neue Gesetze gestalten, andere wollen ihr eigenes Ding machen und ein Start-up gründen, wieder andere probieren sich im Handwerk aus oder machen ihren „Doktor“ zu einem Thema, das sie schon immer interessiert hat. Und allen gemein ist, dass sie einfach Spaß und eine gute Zeit haben wollen.
In FEZitty wird gearbeitet, gewählt, diskutiert und gemeinsam entschieden – also genau so wie in einer richtigen Stadt. Kinder bekommen Demokratie nicht nur erklärt, sondern erleben sie selbst. Warum ist das wichtig?
Selbsterlebtes wirkt viel nachhaltiger und es bleibt viel mehr hängen. Angesichts der vielen Herausforderungen der heutigen Zeit ist das Erleben von demokratischem Miteinander im Kleinen eine wichtige Blaupause für die Zukunft in der realen Welt.
Von Mobilität über Nachhaltigkeit bis zur Wuhliwoche – jede Ferienwoche setzt einen anderen Schwerpunkt. Worauf freust du dich in diesem Sommer besonders?
Ich freue mich tatsächlich sehr auf die FEZ-Olympiade. Wir arbeiten in der Woche u.a. mit dem Landessportbund zusammen und es wird sich alles um Bewegung in jeder Form drehen. Das Besondere ist, dass die Idee für die FEZ-Olympiade von Schüler*innen kam, die wir im Vorfeld zu ihren Wünschen für „ihre“ Stadt befragt haben. Wir haben uns für diese Woche einiges ausgedacht, zum Beispiel wird es ungewöhnliche Disziplinen wie Gummistiefelweitwurf geben. Aber selbstverständlich ist das alles durch die Kinder veränderbar. Die FEZitty-Bürger*innen gestalten die Wettbewerbe mit.
Du bist seit 2022 Projektleiterin von FEZitty. Gibt es Momente aus den vergangenen Jahren, die dir besonders in Erinnerung bleiben?
Da gibt es einges. Zum Beispiel die Begegnung mit einem sehr schüchternem Kind, das sich anfangs gar nicht von seiner Oma weggetraut hat. Nach ein paar Tagen FEZitty hatte es so viel Selbstsicherheit gewonnen, dass es alleine den Weg ins FEZ gemeistert und ganz maßgelblich in der Textilwerkstatt an der FEZitty-Kollektion mitgewirkt hat. Oder die vielen FEZitty-Kinder, die inzwischen als Betreuende bei uns mitarbeiten und ihre Erfahrungen weitergeben – sei es im Rathaus, im Mampfhafen oder bei der Zeitung.
Wenn du einem Kind, das noch nie bei FEZitty war, einen einzigen Satz mit auf den Weg geben könntest – welcher wäre das?
FEZitty bietet dir viele Möglichkeiten: Du kannst im Rathaus mitbestimmen, in spannenden Jobs kreativ sein, mit Geld umgehen, neue Berufe kennenlernen, dein eigener Boss in deinem Unternehmen sein und spannende Kurse an der Uni belegen – aber vor allem macht FEZitty ganz viel Spaß!






